Data Stories
Wir bieten Ihnen folgende Data Stories:
Verbriefte Märkte - Seidene Beziehungen Basler Seidenbänder waren im 19. Jahrhundert weltweit gefragte Mode- und Exportartikel. Auch mit dem Osmanischen Reich bestanden ab den 1820er Jahren Handelsbeziehungen. Der Beitrag rollt diese baslerisch-levantinischen Beziehungen auf und stützt sich dabei auf Hunderte von Geschäftsbriefen aus Konstantinopel (Istanbul), Smyrna (Izmir) und Brussa (Bursa). Adressiert waren die Briefe an die Basler Firmen J.S. Alioth & Cie., Burckhardt-Wildt & Sohn sowie Forcart-Weiss & Söhne. Das kaufmännische Netzwerk, das sich ab den 1820er Jahren bildete und zum Ziel hatte, Rohseide aus Bursa nach Basel zu exportieren, fügte sich in das globale Handels- und Korrespondenznetz ein, das die Basler Fabrikanten mit Informationen über Markt- und Preisentwicklungen, Modewandel und Konsumverhalten versorgte. Die Briefe aus dem Osmanischen Reich geben spannende Einblicke in den osmanischen Seidenmarkt, der sich ab den 1830er Jahren zunehmend dem globalen Welthandel öffnete. (erstellt am Sonntag, 23. März 2025)
Bleibt die Kirche in der Stadt? Wer im vormodernen Basel ein Haus besass, dem gehörte es oft nicht ganz. Es gab viele Grund- und Lehensherren, denen das Haus eigentlich gehörte und die es den Besitzer:innen zum Gebrauch überliessen. Dank dem Konzept der Erbleihe, das sich seit dem Hochmittelalter entwickelte, konnten die Leihenehmenden (also diejenigen Personen, die wir heute als Besitzende erachten) in zunehmendem Mass über «ihre» Liegenschaft verfügen, sie etwa weitervermieten oder verkaufen. Zunächst brauchte es dazu die Zustimmung der Lehensherren, später sank deren Einfluss. Der lehensrechtliche Anspruch, die «Eigenschaft» am Haus, blieb aber bestehen und wurde mit verschiedenen Zinsen entschädigt, etwa einem regelmässig fälligen (Geld-)Zins, einer jährlich geschuldeten Naturalabgabe, wenn der Lehensherr oder die Lehensherrin vor Ort erschien (die sogenannte Weisung) oder den Ehrschatz, der nur beim Verkauf des Hauses fällig wurde. (erstellt am Freitag, 21. März 2025)
Von Basler Fumoirs & Schnupftabakdosen Schon im 16. Jahrhundert wurde die aus Amerika stammende Tabakpflanze unter Basler Gelehrten als Heilpflanze bekannt und geschätzt. Seit dem 17. Jahrhundert wurde Tabak auch als Genussmittel genutzt. Im Zuge der ersten, frühkapitalistischen Globalisierung etablierten sich der Tabak-Konsum und der Handel mit Tabak endgültig in Basel. Händler, Produzenten und Konsumenten aus der städtischen Oberschicht waren tief in das koloniale System der Tabakproduktion und den globalen Tabakhandel eingebunden. Der Konsum von Tabak, die damit verbundenen Formen von Geselligkeit und die oft luxuriösen Tabak-Accessoires waren jahrhundertelang von tiefsitzenden Geschlechter- und Rassenstereotypen geprägt. (erstellt am Dienstag, 18. März 2025)
Konzil und Koran Das Basler Konzil stellt in der Beschäftigung des Christentums mit dem Koran ein Scharnier zwischen Mittelalter und Moderne dar. (erstellt am Montag, 10. März 2025)
Das jüdische Basel 1850 – 1914 bietet ein digitales Puzzle, das in zwölf Teilen Einblicke in die Geschichte der jüdischen Gemeinde Basels im angegebenen Zeitraum gibt. Die Benutzer*innen interagieren mit verschiedenen Puzzleteilen, die verschiedene Aspekte wie Gemeinden, Migration, Vereinswesen, Synagogen, Rabbiner, Friedhöfe, Zionistenkongresse, Persönlichkeiten und Zentren thematisieren. Durch das Lösen von Rätseln werden neue Teile freigeschaltet, und am Ende winkt als Belohnung ein Gratiseintritt in ein Museum. Das Spiel fördert Wohlbefinden, Konzentration und Kurzzeitgedächtnis. (erstellt am Dienstag, 5. März 2024)
Mit Bioarchäologie Geschichte schreiben. Die spätantike Gräbergruppe 'Basel Waisenhaus' beschäftigt sich mit der Bioarchäologie als Mittel zur Erforschung der menschlichen Geschichte. Sie zeigt, wie bioarchäologische Untersuchungen dazu beitragen können, Licht auf das Leben und den Tod vergangener Kulturen zu werfen. Die Data Story veranschaulicht diese Punkte durch Beispiele und Erkenntnisse, die durch die Analyse menschlicher Überreste gewonnen wurden. Die Erzählung ist interaktiv gestaltet und ermöglicht es dem Betrachter, tief in die Welt der Bioarchäologie einzutauchen. (erstellt am Dienstag, 9. Januar 2024)
Das Kontrollbüro und die Wundermaschine: Wie Basel-Stadt in den 1960er Jahren das Einwohnermeldewesen digitalisierte ist eine Data Story, die die Digitalisierung des Einwohnermeldewesens in Basel-Stadt in den 1960er Jahren behandelt. Es werden insbesondere die Aspekte der Datenverwaltung und des Zugriffs verschiedener Behörden auf Personendaten thematisiert. Die Data Story bietet Einblicke in die Anfänge der digitalen Verwaltung und deren Einfluss auf die Stadtverwaltung und den Datenschutz. (erstellt am Freitag, 22. Juli 2022)
Was ist eine Datastory?
Data Storytelling ist eine innovative Methode, bei der erzählerische Elemente und Daten miteinander kombiniert werden, um komplexe Informationen und Forschungsergebnisse in einer zugänglichen und ansprechenden digitalen Form zu präsentieren. Im Kontext von Stadt.Geschichte.Basel nutzen Autor*innen und Autoren-Kollektive diese Technik, um Geschichten und Forschungsdaten aus dem Projekt aufzubereiten und so die faszinierende Historie von Basel auf neue und spannende Weise zu vermitteln.